Sniper: Ghost Warrior
Eine Grafik fast wie Crysis, der interessante Gameplay-Ansatz das Scharfschützendasein glaubhaft und dennoch zugänglich in die Bildschirme der Zocker zu bringen und ein erfreulich niedriger Preis – klingt nach einer großartigen Kombi, die ein Pflichtkauf für jeden Action-Fan ist … oder nach einem netten Konzept, dass einen entscheidenden Haken hat. Die Wahrheit liegt – wie so oft – irgendwo dazwischen. |
Ich seh’ ich seh’ was du nicht siehst

Suchbild: Finde den Scharfschützen...
Wenn Entwicklern nichts mehr einfällt, lässt sich immer noch ein Shooter produzieren. Speziell dann, wenn man mit der tollen Chrome 4 Engine (aus dem Hause Techland und euch vielleicht bei Call of Juarez 2 schon mal untergekommen) im Hintergrund eigentlich fast nichts mehr falsch machen kann. Dementsprechend kann man auch Sniper: Ghost Warrior eines in jedem Fall nicht vorwerfen: Nicht gut auszusehen. Das Gegenteil ist der Fall! In vielen Situationen sieht der Titel sogar richtig, richtig gut aus. Eine tolle Weitsicht und eine unglaublich realistisch wirkende Flora erinnern fast schon an alte Crysis-Abende. Vor allem dann, wenn sich auch über dem Schauplatz des Spiels langsam die Sonne Richtung Horizont schiebt und die wunderschöne Inselwelt somit in ein orange-gelbes Licht rückt. Der Teufel steckt jedoch im Detail und so hängt manchmal ein Busch durch eine Mauer, ein Gegner steht „in“ einem Objekt oder aber ihr bleibt an unsichtbaren Wänden hängen. Letzteres ist dabei besonders ärgerlich, wirkt die Welt doch sehr weitläufig und lässt auf viele unterschiedliche Routen hoffen. Da verwundert es dann weniger als dass es enttäuscht, wenn man sich via Schwimmeinlage durch einen Fluss von hinten in ein Camp schleichen möchte – dann aber plötzlich mitten im Wasser keinen Schritt mehr vorwärts kommt. Warum wir aber überhaupt schon zu Beginn des Artikels über die Optik zu labern beginnen? Weil der Rest des Spiels trotz der Scharfschützenthematik ein klassischer Ego-Shooter ist, der, wie so viele vor ihm, an den Genregrößen leider zerschellt wie eine Kugel an Superman
quelle:gamers.at